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Marke Ich: Jeder wirkt – egal wie!

Sie haben sich vor kurzem Ihren lang ersehnten Traum von einem neuen Auto erfüllt. Dann morgens auf dem Weg zur Arbeit zu hastig aus der engen Ausfahrt gefahren und die Ecke mit der Stoßstange mitgenommen. Ein fabelhafter Start in den Tag. Und was machen Sie jetzt? Sehr wahrscheinlich in den Gelben Seiten oder via „google“ nach der nächsten, möglichst seriös wirkenden Lackiererei suchen. Oder vielleicht einen Freund anrufen, der Ihnen spontan in den Sinn kommt, da er vor kurzem dasselbe Problem hatte und auf dessen Erfahrungswerte Sie sich nun berufen können.

„Jeder wirkt - egal wie!“

In dem Augenblick, in dem Sie Ihren Freund mit der Lackiererei in Verbindung gebracht haben, wirkte eine andere Ich Marke auf Sie. Marke Ich oder Personal Branding steht für diejenigen Attribute, die Sie mit einer Person bzw. andersrum Ihr Umfeld mit Ihnen assoziiert. Stellen Sie sich vor Sie möchten verreisen, haben aber noch keine genaue Vorstellung, wohin die Reise gehen soll. Sie begrenzen zunächst die Auswahl, indem Sie Präferenzen definieren und befragen anschließend von Ihrem Bekanntenkreis diejenigen, denen Sie dieselben Präferenzen zuordnen, nach deren Empfehlungen. Gleichzeitig selektiert Ihre Wahl die Personen, deren Meinung sie nicht als ehrlich und vertrauenswürdig erachten. Sie sehen also, dass wir unser Umfeld bewusst oder unbewusst in bestimmte Themenbereiche hier Urlaub sowie Persönlichkeitsattribute wie Glaubwürdigkeit unterteilen.

Sobald Sie mit Menschen interagieren, beginnen auch diese Ihre Person mit solchen Merkmalen zu verknüpfen. Konkreter. Wenn Sie sich mit Freunden oder Bekannten unterhalten, prägt das Ihre Kommunikation. Wenn Sie Kleidung nach Ihrem Geschmack einkaufen, prägt das Ihren Style. Wie Sie Ihre Zukunftspläne gestalten und formen, prägen Ihre Vision und Ihre ethischen Maßstäbe prägen Ihre Werte. Diese vier Faktoren bedingen in ihrer Gesamtheit das Bild, welches die Außenwelt gedanklich von Ihnen zeichnet. Diesem Vorgang kann man sich weder entziehen, noch kann er gestoppt werden. Er folgt einer Automatik.

Was Sie aber machen können, wenn Sie sich dieser persönlichen Wirkung bewusst geworden sind, ist, Impulse zu senden, die das Bild in eine bestimmte Richtung lenken.

Es ist mit dem Bewegungsapparat Ihres Körpers zu vergleichen. Unter Führung des zentralen Nervensystems formt das Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Sehen und Bändern Ihren Körper, lässt Sie aufrecht stehen und bedingt Ihre Bewegungsabläufe. Fehlt eine dieser Komponenten fällt das ganze System aus. Es handelt sich um eine koordinative Gesamtleistung, bei der wie auch bei den 4 Faktoren, die Ihr „Außenbild“ definieren, alles aufeinander abgestimmt sein muss und welche in der Ganzheit wirkt. Mittels des Großhirns können sie die Zielrichtung ihrer Bewegung bestimmen und die Einzelkomponenten folgen diesem Befehl. So kann auch einer der Einzelkomponenten Ihres Erscheinungsbildes den Schwerpunkt setzen, während die anderen dieser Richtung nachkommen müssen.

Überlegen Sie sich, für was Sie stehen? Bei welchen Themen sich Leute an Sie wenden? Und genau diese Persönlichkeitsmerkmale sind es, die Freunde, Bekannte, Bekannte von Freunden mit Ihnen assoziieren.   

Sie wirken. So oder so. Werden Sie sich dessen bewusst, und wählen Sie ebenso bewusst, die Themen, mit denen Sie wirken möchten. Diese Thematik wird Inhalt des folgenden Artikels werden. 

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